Netflix – Made by Africa, Watched by the World

Mit der Initiative „Made By Africa, Watched by the World“ die Netflix Anfang des Jahres bekannt gab, möchte der Streaming-Dienst den afrikanischen Kontinent erobern. Ziel ist es, mehr Content von Afrika für das afrikanische und weltweite Publikum zu produzieren. Netflix kauft dafür bestehende afrikanische Produktionen und produziert Netflix Originales mit lokalen Produzent:innen. Man mag vom Streaming-Dienst halten, was man will, dieser Fokus auf den afrikanischen Kontinent ist der erste seiner Art. Lokale Filmschaffenden erhalten dadurch eine einzigartig große Plattform. Die neue Kollektion enthält aktuell mehr als 100 Serien und Filme aus dem afrikanischen Kontinent. Den rund 171,77 Millionen Netflix Abonnenten (Quelle: Statista.com Q1 2020) ermöglicht dies Einblicke in die Kreativität der einzelnen Länder und in eine selten gezeigte Welt. Hier unsere Filmempfehlungen für dich

1. Lionheart

Das erste nigerianische Netflix Original Lionheart ist eine Komödie mit dem Nollywood Star Genevieve Nnaji. Mit Witz und Charm erzählt das nigerianische Netflix Debüt von der jungen Adaeze (gespielt von Genevieve Nnaji, die auch Regie führt) die nach der Erkrankung ihres Vaters die Leitung des Familienunternehmens übernimmt. In einer von Männern dominierten Branche muss sie das Unternehmen mithilfe ihres Onkels vor der Übernahme retten. Der Film gibt Zuschauern Einblicke in den Alltag in Nigeria. Romantiker kommen auch ganz auf ihre Kosten.

2. Catching Feelings

Gegensätze ziehen sich an. Unter diesem Motto zeigt die südafrikanische Liebeskomödie das sehr unterschiedliche und junge Ehepaar Max und Sam in Johannesburg. Durch den Besuch eines berühmten Schriftstellers wird ihr Leben und ihre Ehe komplett auf den Kopf gestellt.

3. Azali

Azali ist das Debüt des ghanaischen Direktor Kwabena Gyansah auf Netflix. Der emotionale Film erzählt von der 14-jährigen Amani aus Nordghana. Ihre Mutter schickt sie nach Burkina Faso, um sie vor einer Ehe mit einem älteren Mann zu retten. Durch diese Aktion gerät sie in die Hände eines Kinderschmuggelrings und findet sich später auf den Straßen Accras. Ein “Must see”.

4. The Square

The Square zeigt hautnah die Ereignisse die zur ägyptischen Revolution von 2011 und letztendlich zum Sturz von zwei Regierungschefs geführt haben. Hinter den Kulissen werden die Aktivisten interviewt und auch die Konflikte in den Protestbewegungen gezeigt.

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Weddings Geflüchtete

Seit dem 24. Februar. 2022 herrscht wieder Krieg in Europa. Oder zumindest das Europa, von dem keiner wirklich redet, aber dazu gleich mehr. Russland führt offiziell und öffentlich einen Krieg in der Ukraine, um das bis dato unabhängige Land für sich zu gewinnen. Die Welt ist seitdem komplett erschüttert. Es wird hitzig über die steigenden Ölpreise diskutiert, die Wehrfähigkeit wird wieder in Erwägung gezogen und es wird vor allem ganz viel auf die Krise der Geflüchteten aufmerksam gemacht. Mehr als je zuvor. In Bahnhöfen warten Menschen mit Hilfspaketen, alle sind an ihren gelben Hilfsjacken einfach zu erkennen und der Wille, viele flüchtende Familien, Frauen und Kinder aufzunehmen, ist auch größer als erwartet.

Russland-Ukraine Konflikt – ein Kommentar von André L.

Seit knapp einem Monat sind wir Zeugen einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine. Weltweit herrscht Konsens darüber, dass es sich um einen völkerrechtswidrigen und unnötigen Krieg handelt, der schnellstmöglich beendet werden muss. Die Bevölkerung der Ukraine erhält weltweit Solidaritätsbekundungen und es ist traurig zu sehen, wie ein unabhängiger Staat von politischen Großmächten lediglich als Spielball betrachtet wird. Was noch deutlich auffällt ist, dass viele Staaten, insbesondere aus dem globalen Süden, zwar zum Frieden aufrufen und auch Solidaritätsbekundungen mit der ukrainischen Bevölkerung abgeben, es aber konsequent vermeiden, das westliche Narrativ zu diesem Konflikt unkritisch zu übernehmen.

Gute Flüchtlinge, schlechte Flüchtlinge

Menschen, die vor etwas flüchten, tun dies in der Regel nicht freiwillig. Eine Flucht wird von diversen Faktoren ausgelöst, die das Leben am Herkunftsort nicht mehr lebenswert machen. Die Bekämpfung von Fluchtursachen sollte daher eine globale Anstrengung sein. Bedauerlicherweise wird im Westen eher über Maßnahmen diskutiert, wie Menschen an einer erfolgreichen Flucht gehindert werden können, statt durch konstruktive Außen- und Wirtschaftspolitik gegen die Fluchtursachen vorzugehen.

Somaliland – das Land von dem die wenigsten wissen

Somaliland eine autonome Region im Nordwesten Somalias, welche am 18. Mai 1991 ihre Unabhängigkeit einseitig ausrief. Es ist die Heimat von rund vier Millionen Menschen, wovon ca. die Hälfte nomadisch lebt. Der Staat verfügt zwar über eine eigene Währung, Regierung und kontrolliert seine Grenzen eigenständig, dennoch wird Somaliland international nur von Taiwan anerkannt. Das junge Land machte in den letzten 30 Jahren erhebliche Fortschritte und wirft mit seiner Erfolgsgeschichte kritische Fragen im Hinblick auf die westliche Entwicklungshilfe auf.

Geflüchtete aus Unterkunft entfernt

In Luxemburg nimmt die Solidarität für Menschen, die aus der Ukraine flüchten, nun skurrile Ausmaße an. Laut Medienberichten wurden über 50 Menschen aus der Asylunterkunft SHUK (Structure d’hébergement d’urgence au Kirchberg) in Kirchberg in Luxemburg vertrieben, um Platz für ankommende Menschen aus der Ukraine zu schaffen. Die betroffenen Menschen fragen sich nun “Wo sind unsere Menschenrechte?”.