Die besten Dating-Apps für #Blacklove

In unserer Generation haben wir die Möglichkeit, Menschen über die unterschiedlichsten Wege kennenzulernen. Sei es in Bars, Meet-Ups, Clubs, Events oder auch online. In Zeiten der Digitalisierung gibt es mittlerweile Dating-Apps im Überfluss.

Es stellt sich für uns die Frage, welche Möglichkeiten die Dating Plattformen für Afrodeutsche bieten, andere Afrodeutsche auf der Beziehungsebene kennenzulernen. Wir haben daher einige Plattformen für euch unter die Lupe genommen.

ElitePartner und Parship werben vor allem damit, dass man auf ihren Dating-Websites Akademiker und Singles mit Niveau findet. Um alle Funktionen freizuschalten, muss man, wie auf vielen anderen Dating Plattformen, monatlichen Kosten auf sich nehmen, die unterschiedlich hoch sind. Hier finden sich nach unserer Erfahrung vergleichsweise weniger Afrodeutsche bzw. Menschen mit afrikanischem Hintergrund.

Bei Tinder und Lovoo sieht es etwas anders aus. Diese Apps werden vergleichsweise mehr von der jüngeren Generation genutzt. Zudem sind hier die standardmäßigen Features kostenlos und es ist nicht zwingend notwendig Geld auszugeben (es sei denn, man will alle Funktionen freischalten). Auf diesen Apps sind mehr Afrikaner:innen bzw. Afrodeutsche vertreten.

Bumble gehört zu einer der neueren Dating Apps. Wie bei Tinder und Lovoo sind die einfachen Funktionen, wie Nachrichten schreiben und Swipen kostenlos. Man sieht allerdings nicht, wer einen gematcht hat. Im kostenlosen Modus wird der Match nur sichtbar, wenn dir diese Person ebenfalls gefällt. Nach unserer Erfahrung bietet Bumble das größte Angebot für Afrodeutsche.

Auf all den genannten Dating Plattformen, kann man gewisse Suchkriterien bzw. Präferenzen einstellen. Dazu gehört beispielsweise das Alter, die Entfernung, ob man eine Beziehung sucht o.ä oder die Glaubensrichtung (..). Bisher ist es allerdings nicht möglich einzustellen, dass man jemanden aus einem bestimmten Land oder einem bestimmten Kulturkreis kennenlernen möchte. Daher können Afrodeutsche beispielsweise nicht angeben, dass sie z.B. andere Afrodeutsche daten möchten.

In Großbritannien hat BumbleUK im Oktober 2020 in Zusammenarbeit mit verschiedenen Personen des öffentlichen Lebens, die Kampagne #MyLoveisBlackLove ins Leben gerufen. Ziel dieser Kampagne ist es Black Love sichtbar zu machen, da sich mehr als 50 % der Schwarzen in England (gem. Umfrage Bumble durchgeführt von Censuswide) im Zeitalter der Dating-Apps unterrepräsentiert fühlen. Dies wirkt sich laut der Umfrage negativ auf das Wohlbefinden der Schwarzen Bevölkerung in England aus. Die Kampagne soll genau dort ansetzen, wo sich die Probleme befinden und Black Love so zeigen, wie sie ist: Gesund, schön und authentisch.

In Deutschland hat der Gründer Leonardo Rifa mit seinem Team 2020 die Black and Love App entwickelt. Die App soll als Kommunikations- und Netzwerkplattform für die schwarze Community in Deutschland dienen. Zudem hat die Plattform eine Dating-Funktion. Hier können sich ausschließlich Schwarze bzw. Menschen mit afrikanischen Wurzeln kennenlernen und daten. Die App leistet damit einen erheblichen Beitrag zu #Blacklove in Deutschland.

Nutzt ihr Dating Apps? Welche Dating-Apps nutzt ihr am liebsten?

Bemerkung: Die Ergebnisse bezüglich der einzelnen Apps reflektieren ausschließlich unsere persönliche Erfahrung.

Vorheriger ArtikelDiasporean Rückblick 2020
Nächster Artikel

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

NEUESTE

Weddings Geflüchtete

Seit dem 24. Februar. 2022 herrscht wieder Krieg in Europa. Oder zumindest das Europa, von dem keiner wirklich redet, aber dazu gleich mehr. Russland führt offiziell und öffentlich einen Krieg in der Ukraine, um das bis dato unabhängige Land für sich zu gewinnen. Die Welt ist seitdem komplett erschüttert. Es wird hitzig über die steigenden Ölpreise diskutiert, die Wehrfähigkeit wird wieder in Erwägung gezogen und es wird vor allem ganz viel auf die Krise der Geflüchteten aufmerksam gemacht. Mehr als je zuvor. In Bahnhöfen warten Menschen mit Hilfspaketen, alle sind an ihren gelben Hilfsjacken einfach zu erkennen und der Wille, viele flüchtende Familien, Frauen und Kinder aufzunehmen, ist auch größer als erwartet.

Russland-Ukraine Konflikt – ein Kommentar von André L.

Seit knapp einem Monat sind wir Zeugen einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine. Weltweit herrscht Konsens darüber, dass es sich um einen völkerrechtswidrigen und unnötigen Krieg handelt, der schnellstmöglich beendet werden muss. Die Bevölkerung der Ukraine erhält weltweit Solidaritätsbekundungen und es ist traurig zu sehen, wie ein unabhängiger Staat von politischen Großmächten lediglich als Spielball betrachtet wird. Was noch deutlich auffällt ist, dass viele Staaten, insbesondere aus dem globalen Süden, zwar zum Frieden aufrufen und auch Solidaritätsbekundungen mit der ukrainischen Bevölkerung abgeben, es aber konsequent vermeiden, das westliche Narrativ zu diesem Konflikt unkritisch zu übernehmen.

Gute Flüchtlinge, schlechte Flüchtlinge

Menschen, die vor etwas flüchten, tun dies in der Regel nicht freiwillig. Eine Flucht wird von diversen Faktoren ausgelöst, die das Leben am Herkunftsort nicht mehr lebenswert machen. Die Bekämpfung von Fluchtursachen sollte daher eine globale Anstrengung sein. Bedauerlicherweise wird im Westen eher über Maßnahmen diskutiert, wie Menschen an einer erfolgreichen Flucht gehindert werden können, statt durch konstruktive Außen- und Wirtschaftspolitik gegen die Fluchtursachen vorzugehen.

Somaliland – das Land von dem die wenigsten wissen

Somaliland eine autonome Region im Nordwesten Somalias, welche am 18. Mai 1991 ihre Unabhängigkeit einseitig ausrief. Es ist die Heimat von rund vier Millionen Menschen, wovon ca. die Hälfte nomadisch lebt. Der Staat verfügt zwar über eine eigene Währung, Regierung und kontrolliert seine Grenzen eigenständig, dennoch wird Somaliland international nur von Taiwan anerkannt. Das junge Land machte in den letzten 30 Jahren erhebliche Fortschritte und wirft mit seiner Erfolgsgeschichte kritische Fragen im Hinblick auf die westliche Entwicklungshilfe auf.

Geflüchtete aus Unterkunft entfernt

In Luxemburg nimmt die Solidarität für Menschen, die aus der Ukraine flüchten, nun skurrile Ausmaße an. Laut Medienberichten wurden über 50 Menschen aus der Asylunterkunft SHUK (Structure d’hébergement d’urgence au Kirchberg) in Kirchberg in Luxemburg vertrieben, um Platz für ankommende Menschen aus der Ukraine zu schaffen. Die betroffenen Menschen fragen sich nun “Wo sind unsere Menschenrechte?”.