Vintage, Secondhand und Retro: Was ist der Unterschied?

Wie und wo unsere Kleidung produziert wird, nimmt eine immer größere Rolle in unserer Gesellschaft ein. Dementsprechend ändert sich augenscheinlich auch einiges in der Fashion-Welt. Viele Moderiesen möchten nicht mehr als Teil der Fast-Fashion-Industrie wahrgenommen werden. Statt an der Produktion anzusetzen, entwickeln sie neue Konzepte, die ein nachhaltiges Image nach außen tragen sollen. Kurz gesagt: Sie betreiben Greenwashing und wälzen die Verantwortung an die Konsumierenden ab. Diese müssen erkennen, ob es sich bei den Konzepten tatsächlich um eine Nachhaltigkeitsstrategie oder Greenwashing handelt. Einige Modeunternehmen steigen nun auch im Second-Hand Geschäft ein und sorgen für Begriffsverwirrung auf dem Sekundärmarkt. Vintage, Second Hand oder Retro – Was ist der Unterschied?

Vintage Mode

Bei Vintage Ware liegt das Augenmerk auf das Alter und die Qualität der Kleidung. Erst ab einem Alter von 25 Jahren gelten Kleidungsstücke als Vintage. Es handelt sich um einzigartige und erlesene Teile, die in dieser Form nicht mehr erhältlich sind. Sie stehen für gute Qualität, da man ihnen ihr hohes Alter oftmals nicht ansieht. Dabei spielt es jedoch keine Rolle, ob die Kleidung bereits getragen wurde. Das heißt, dass ungetragene Ware, die mindestens 25 Jahre existiert, genauso wie getragene Ware, als Vintage gilt.

Retro Mode

Der Begriff Retro wird gerne mal als Synonym für Vintage genutzt. Retro Mode strebt zwar den Look von Vintage Kleidung an, allerdings handelt es sich um neu produzierte Kleidungsstücke, die an alte Designs angelehnt sind. Qualitativ unterscheiden sie sich dabei oft stark vom Original. 

Second Hand Mode

Die Beschreibung Second Hand deckt alles ab, was jemals im Besitz einer anderen Person war. Ob Second Hand Ware immer gebraucht sein muss, wird heiß diskutiert. Ein Besitzerwechsel bedeutet streng genommen, dass die Ware aus zweiter Hand kommt. Hierbei wird zwischen Pre-Owned und Pre-Used differenziert. Pre-Owned beschreibt ungetragene Kleidung, die jedoch bereits besessen wurde. Pre-Used hingegen meint Kleidung, die bereits getragen wurde. Das Alter der Second Hand Kleidungsstücke spielt, anders als bei Vintage Kleidungsstücken, keine Rolle. Das heißt, Second Hand Kleidung kann ab einem Alter von 25 Jahren auch Vintage sein. 

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Wie und wo unsere Kleidung produziert wird, nimmt eine immer größere Rolle in unserer Gesellschaft ein. Dementsprechend ändert sich augenscheinlich auch einiges in der Fashion-Welt. Viele Moderiesen möchten nicht mehr als Teil der Fast-Fashion-Industrie wahrgenommen werden. Statt an der Produktion anzusetzen, entwickeln sie neue Konzepte, die ein nachhaltiges Image nach außen tragen sollen. Kurz gesagt: Sie betreiben Greenwashing und wälzen die Verantwortung an die Konsumierenden ab. Diese müssen erkennen, ob es sich bei den Konzepten tatsächlich um eine Nachhaltigkeitsstrategie oder Greenwashing handelt. Einige Modeunternehmen steigen nun auch im Second-Hand Geschäft ein und sorgen für Begriffsverwirrung auf dem Sekundärmarkt. Vintage, Second Hand oder Retro - Was ist der Unterschied?