Auslandssemester in Afrika. Bitte hier entlang?

Jedes Jahr verbringen rund 45.000 deutsche Studenten ein oder zwei Semester im Ausland. Die beliebtesten Länder für deutsche Studenten sind Spanien, Frankreich oder Schweden.

Das ERASMUS-Programm der EU erleichtert einen solchen innereuropäischen Austausch erheblich. Viele Universitäten bieten darüber hinaus Partnerschaften mit Universitäten im außereuropäischen Ausland an. Bei der ersten Recherche wird deutlich, dass die USA, China, und Brasilien sehr beliebt sind. Bei der Suche nach afrikanischen Länder als Partnerhochschule gestaltet sich das Bild anders. Viele Universitäten bieten keine Austauschmöglichkeiten in den afrikanischen Kontinent. Einige Hochschulen bieten lediglich eine kleine fachbereichsbezogene Auswahl. Natürlich zeigen sich auch positive Beispiele, wie z.B. die Universität Würzburg, TU Braunschweig, Universität Köln. Dies mag viele Einflussfaktoren haben.

Viele Studenten wählen nicht zuletzt ein Auslandssemester in einem bestimmten Land, weil sie sich davon bessere Berufschancen versprechen. Der afrikanische Kontinent erfüllt bei vielen diese Erwartungen aktuell nicht. Ein Auslandssemester dient aber vor allem als Chance, neue Länder und Kulturen kennenzulernen, die vielleicht nicht innerhalb einer Reise entdeckt werden würden. Zudem eröffnet ein Austausch in einen sehr differenzierten Kulturkreis neue Perspektiven. Für afrodeutsche Studenten bietet ein Austausch in ein afrikanisches Land auch die Möglichkeit, die eigene Kultur oder Wurzeln besser kennenzulernen. Bei der Suche nach einer Destination für das Auslandssemester solltest du dir diese afrikanischen Länder noch einmal genauer anschauen. Diese bieten eine tolle Vielfalt und sind definitiv einen Besuch wert.

Äthiopien

Das Land im Osten des Kontinents ist eine der aufstrebenden Sterne. Vor allem die Hauptstadt Addis Abeba bietet  für junge Leute Einiges. Die Universität bietet zahlreiche Studiengänge und der Sitz der Afrikanischen Union ist auch in der Stadt. 

Südafrika

Das Land ist das beliebteste afrikanische Land für Auslandssemester. Es bietet eine Vielzahl an sehr guten Universitäten in den großen Metropolen Durban, Kapstadt, Johannesburg und der Hauptstadt Pretoria. Die Natur und Infrastruktur im Land, sowie die reiche Kultur und Gastfreundschaft der Menschen überzeugt.

Ghana

Das westafrikanische Land wird immer beliebter, auch für Auslandsstudenten. Das Land bietet neben Universitäten in der Hauptstadt Accra, zahlreiche Angebote in Kumasi. 

Ägypten

Das nordafrikanische Land bietet neben sehr guten Bildungseinrichtungen vor allem eine Menge zu entdecken. Das einzige der sieben Weltwunder der Antike – die Pyramiden von Gizeh – sowie wichtige Punkte der afrikanischen und Weltgeschichte.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

NEUESTE

Weddings Geflüchtete

Seit dem 24. Februar. 2022 herrscht wieder Krieg in Europa. Oder zumindest das Europa, von dem keiner wirklich redet, aber dazu gleich mehr. Russland führt offiziell und öffentlich einen Krieg in der Ukraine, um das bis dato unabhängige Land für sich zu gewinnen. Die Welt ist seitdem komplett erschüttert. Es wird hitzig über die steigenden Ölpreise diskutiert, die Wehrfähigkeit wird wieder in Erwägung gezogen und es wird vor allem ganz viel auf die Krise der Geflüchteten aufmerksam gemacht. Mehr als je zuvor. In Bahnhöfen warten Menschen mit Hilfspaketen, alle sind an ihren gelben Hilfsjacken einfach zu erkennen und der Wille, viele flüchtende Familien, Frauen und Kinder aufzunehmen, ist auch größer als erwartet.

Russland-Ukraine Konflikt – ein Kommentar von André L.

Seit knapp einem Monat sind wir Zeugen einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine. Weltweit herrscht Konsens darüber, dass es sich um einen völkerrechtswidrigen und unnötigen Krieg handelt, der schnellstmöglich beendet werden muss. Die Bevölkerung der Ukraine erhält weltweit Solidaritätsbekundungen und es ist traurig zu sehen, wie ein unabhängiger Staat von politischen Großmächten lediglich als Spielball betrachtet wird. Was noch deutlich auffällt ist, dass viele Staaten, insbesondere aus dem globalen Süden, zwar zum Frieden aufrufen und auch Solidaritätsbekundungen mit der ukrainischen Bevölkerung abgeben, es aber konsequent vermeiden, das westliche Narrativ zu diesem Konflikt unkritisch zu übernehmen.

Gute Flüchtlinge, schlechte Flüchtlinge

Menschen, die vor etwas flüchten, tun dies in der Regel nicht freiwillig. Eine Flucht wird von diversen Faktoren ausgelöst, die das Leben am Herkunftsort nicht mehr lebenswert machen. Die Bekämpfung von Fluchtursachen sollte daher eine globale Anstrengung sein. Bedauerlicherweise wird im Westen eher über Maßnahmen diskutiert, wie Menschen an einer erfolgreichen Flucht gehindert werden können, statt durch konstruktive Außen- und Wirtschaftspolitik gegen die Fluchtursachen vorzugehen.

Somaliland – das Land von dem die wenigsten wissen

Somaliland eine autonome Region im Nordwesten Somalias, welche am 18. Mai 1991 ihre Unabhängigkeit einseitig ausrief. Es ist die Heimat von rund vier Millionen Menschen, wovon ca. die Hälfte nomadisch lebt. Der Staat verfügt zwar über eine eigene Währung, Regierung und kontrolliert seine Grenzen eigenständig, dennoch wird Somaliland international nur von Taiwan anerkannt. Das junge Land machte in den letzten 30 Jahren erhebliche Fortschritte und wirft mit seiner Erfolgsgeschichte kritische Fragen im Hinblick auf die westliche Entwicklungshilfe auf.

Geflüchtete aus Unterkunft entfernt

In Luxemburg nimmt die Solidarität für Menschen, die aus der Ukraine flüchten, nun skurrile Ausmaße an. Laut Medienberichten wurden über 50 Menschen aus der Asylunterkunft SHUK (Structure d’hébergement d’urgence au Kirchberg) in Kirchberg in Luxemburg vertrieben, um Platz für ankommende Menschen aus der Ukraine zu schaffen. Die betroffenen Menschen fragen sich nun “Wo sind unsere Menschenrechte?”.