Die zukünftigen Responsible Leader

Regina ist 26 Jahre alt, Trainee im Stiftungsmanagement bei der BMW Foundation Herbert Quandt und Teil des Teams der SWANS-Initiative. Die Mission der BMW Foundation Herbert Quandt ist die Förderung von Responsible Leadership. Dabei sollen Führungspersönlichkeiten weltweit dazu inspiriert werden, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen und sich für eine friedliche, gerechte und nachhaltige Zukunft einzusetzen. Im Interview teilt sie ihre Erfahrungen aus ihrer Arbeit im Stiftungsmanagement und welche Hürden es für Responsible Leadership gibt. 

Hallo Regina, wie sieht dein Traineeprogramm im Stiftungsmanagement aus?

Im Rahmen meines Trainee-Programmes durchlaufe ich unterschiedliche Stationen z.B. Human Resources und Kommunikation. Zudem unterstütze ich Projekte und Veranstaltungen (zuletzt z.B. eine Online-Konferenz zu den Themen Equity, Diversity und Belonging. Am meisten gefällt mir bislang die Arbeit in der Human Resources Abteilung, da ich dort meine Leidenschaften vereinen kann: Diversity, Inklusion und Persönlichkeitsentwicklung.

Wie bist du an den Job gekommen?

Die Stellenausschreibung habe ich auf goodjobs und tbd.de gesehen. Das sind Plattformen, die sich auf Jobs im Bereich Social Impact spezialisieren. Von den Plattformen habe ich über SWANS und Bekannte, die in dem Bereich arbeiten, erfahren.

Ich wollte unbedingt einen Job finden, der zu meinen Werten und Vorstellungen passt.

Welche Hürden gibt es für Responsible Leadership?

Es gibt viele Menschen, die gute Dinge machen. Für eine strukturelle Veränderung stellt sich die Frage, wie man diese Menschen wertschöpfend zusammenbringt. Bei der BMW Foundation Herbert Quandt gibt es bspw. das Startup Accelerator Programm RESPOND, bei dem insbesondere versucht wird, Tech Start ups zum Erfolg zu verhelfen. Die größte Herausforderung ist es Menschen, die Ressourcen benötigen, mit den entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten zusammenzubringen. 

Wie ist dein Arbeitsumfeld?

Ich finde das Arbeitsumfeld gut. Unser Team ist international, jedoch aktuell mehrheitlich weiß. Ich sehe aber das Bestreben nach mehr Diversität. Im Human Resources Bereich ist noch Luft nach oben, aber es wird viel Arbeit geleistet, um Strukturen zu verändern. Ich sehe auch, dass es z.B. kein Ausschlusskriterium mehr ist, keinen geradlinigen Lebenslauf zu haben. Dies sollte auch ein Beispiel für die Privatwirtschaft sein.

Wo siehst du dich in drei Jahren?

Ich kann mir vorstellen, weiterhin im Stiftungsmanagement zu arbeiten und mich auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren z.B. Human Resources oder Projektmanagement. 

Ich könnte mir auch etwas im Bereich Consulting vorstellen.

Grundsätzlich hat sich meine Einstellung zur Arbeit im sozialen Sektor mittlerweile etwas geändert. Ich will mich nicht nur noch darauf limitieren. Ich denke ich kann auch im privaten Sektor Veränderung schaffen, indem ich durch meine Erfahrungen andere Perspektiven hineinbringen kann. 

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